Neue Geldpolitik

Herausgegeben von: Ulrich Busch

Infolge der Finanzkrise von 2008 und der anhaltenden Konjunkturschwäche in den entwickelten Volkswirtschaften sind die Zentralbanken zu einer ultralockeren Geldpolitik mit dauerhaft niedrigen Zinsen übergegangen. Dann kamen Corona, der weltweite Lockdown, der Krieg in der Ukraine und der Anstieg der Inflation. Wie reagiert die Geldpolitik auf die gewachsene Instabilität und die neuen Herausforderungen in der Welt? Im Themenschwerpunkt „Neue Geldpolitik. Theoretische Grundlagen und monetäre Praxis“ geht es vor allem um eine prinzipielle Einordnung und Interpretation der Geldpolitik als inhärentem Bestandteil der allgemeinen Wirtschaftspolitik, um das Verhältnis von Theorie und Praxis auf dem Gebiet des Geldes und der Finanzen, um eine Beurteilung der aktuellen Geldpolitik der EZB und um die kritische Würdigung und Auseinandersetzung mit dem gegenwärtig vielleicht wichtigsten Ansatz für eine geldpolitische Neuausrichtung, der Modern Monetary Theory (MMT).

Außerdem in diesem Heft: Loïc Wacquant fragt, welche Lehren aus der Geschichte des Konzepts der Unterklasse gezogen werden sollten. Und Michael Thomas referiert am Beispiel Ostdeutschlands die Kritik an Ergebnissen und Begrifflichkeiten der Transformationsdebatte und regt einen Dialog zwischen Zeitgeschichte und Transformationsforschung an.

Hier finden Sie eine Leseprobe dieser Ausgabe: Leseprobe

Stichworte: Geldpolitik, Inflation, Zentralbank, Finanzmarkt, Euro, Kapitalismus

Erschienen: 2022

Inhalt

  • Geldpolitik in Zeiten finanzieller Instabilität
  • Zu den theoretischen Grundlagen der aktuellen Geldpolitik
  • Geldpolitik der Europäischen Zentralbank - Spagat zwischen instabilen Finanzmärkten und halbfertiger Währungsunion
  • Ultra posse nemo obligatur
  • Paradigmenwechsel überfällig
  • Modern Monetary Theory
  • Einige kritische Reflektionen über die Modern Monetary Theory
  • Gespräch mit Dirk Ehnt über die Modern Monetary Theory
  • Epistemische Modebegriffe, Spekulationen und schlüsselfertige Konzepte
  • Streitfall Ostdeutschland
  • Besprechungen und Rezensionen 2/2022

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Call for Papers | 12.01.2022

"Auf in die Provinz!" – Artikelaufruf

geschrieben von matthias.weinhold

Die Provinz ist das Gegenteil der Metropole. Die Metropole lebt wiederum von dem Gegensatz, den sie zur Provinz herstellt. "Provinz" ist ein schillerndes Wort, mehr Motiv als trenn­scharfer Begriff, oft mit negativem Beigeschmack. Was kann heutzutage, wo alle mit allen vernetzt zu sein scheinen, Provinz sein, was sind die Perspekti­ven, aus denen sie erfasst und gedeutet werden kann? Welche Rolle spielen Provinzen und Provinzialität in den Geistes- und Sozial­wissenschaften? Ist es möglich, die Potenziale des Provinziellen herauszuarbeiten, ohne in eine Eigentlichkeits­rhetorik zu verfallen?

Aus der Redaktion | 23.12.2021

Kosmos-Utopien – Heft 4/2021

geschrieben von matthias.weinhold

In Kürze erscheint das neue Heft von Berliner Debatte Initial. Im Themenschwerpunkt "Weltall Erde Mensch - Kosmosutopien im 20. und 21. Jahrhundert" gehen wir aus von der Neugier auf und der Begeisterung für den Weltraum. Das schließt vergangene und aktuelle Versuche der Eroberung des Weltalls und die Suche nach außerirdischen Lebensformen ebenso ein wie die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Kosmos in Literatur und Film. Mit Texten von Guido Heldt, Annett Jubara, Matthias Schwartz, Alexander Wagner u. a.

Vereinsleben | 03.10.2021

Belarus – die aktuelle politische Lage

geschrieben von matthias.weinhold

VERANSTALTUNGSHINWEIS: Am Donnerstag, dem 7. Oktober 2021, diskutieren die Politikwissenschaftlerin Petra Stykow (München) und der Soziologe Andrej Vardomatskij (Warschau) im Franz-Mehring-Platz 1 über die aktuelle politische Situation in Belarus. 

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