Weltall Erde Mensch

Herausgegeben von: Thomas Müller

„Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen Wirklichkeit sein“, heißt es am Anfang von „Raumpatrouille“, der westdeutschen Science-Fiction-Serie aus dem Jahr 1966. Für die Zukunftsvisionen einer Menschheit, die ins Weltall fliegt, außerirdische Lebensformen sucht und andere Planeten besiedelt, hat sich in Literatur, Film und bildender Kunst das Genre der Science-Fiction etabliert. Kosmosutopien, Fantasien vom Aufbruch ins Weltall, vom Leben an einem ganz anderen Ort, fernab von der Erde, sind zugleich Inspirationsquellen für Wissenschaft, Philosophie, Politik oder Wirtschaft – als Spekulationen, Gedankenexperimente, Heuristiken etc. Der Themenschwerpunkt „Weltall Erde Mensch“ spiegelt astrofuturistische Träume und Sehnsüchte des 20. und 21. Jahrhunderts wider und gibt Auskunft über ihre Geschichte. Natürlich gilt auch für Kosmosutopien der Gemeinplatz, den Stanisław Lem in seiner „Summa technologiae“ zitiert: „Nichts ist so schnell veraltet wie die Zukunft.“

Außerhalb des Schwerpunkts erfahren Sie mehr darüber, wieso der deutsche Punkrock seit den 1990er Jahren ein Imageproblem hat, weshalb der sowjetische Schriftsteller Andrej Platonow mit seinem Romanfragment „Der makedonische Offizier“ große Literatur schuf und warum wir Schlagworte wie „DDR-Philosophie“ nicht leichtfertig gebrauchen sollten.

Hier finden Sie eine Leseprobe dieser Ausgabe: Leseprobe

Stichworte: Kosmos, Zukunft, Utopie, Dystopie, Raumfahrt

Erschienen: 2021

Inhalt

  • Zukunftsmusik?
  • „Solaris“: Eine Deutung aus translatorischer Perspektive
  • Dem Wunschtraum entgegen
  • Kommunismus im Weltall?
  • Der auf der Erde gestrandete Marsianer (1924)
  • Mars_Menschen_Medien
  • Reisende Minerale und Pflanzensporen
  • Posthumanes Leben im Kosmos und auf einer anderen Erde
  • Die Suche nach (intelligentem) Leben im All
  • „Der Punkrock von heute hat ein Imageproblem“
  • Andrej Platonows ätherische Waffe
  • Welche Methoden braucht Philosophiegeschichte?
  • Besprechungen und Rezensionen 4/2021

Mehr Informationen
Coverbild von  Weltall Erde Mensch

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Call for Papers | 12.01.2022

"Auf in die Provinz!" – Artikelaufruf

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Die Provinz ist das Gegenteil der Metropole. Die Metropole lebt wiederum von dem Gegensatz, den sie zur Provinz herstellt. "Provinz" ist ein schillerndes Wort, mehr Motiv als trenn­scharfer Begriff, oft mit negativem Beigeschmack. Was kann heutzutage, wo alle mit allen vernetzt zu sein scheinen, Provinz sein, was sind die Perspekti­ven, aus denen sie erfasst und gedeutet werden kann? Welche Rolle spielen Provinzen und Provinzialität in den Geistes- und Sozial­wissenschaften? Ist es möglich, die Potenziale des Provinziellen herauszuarbeiten, ohne in eine Eigentlichkeits­rhetorik zu verfallen?

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Kosmos-Utopien – Heft 4/2021

geschrieben von matthias.weinhold

In Kürze erscheint das neue Heft von Berliner Debatte Initial. Im Themenschwerpunkt "Weltall Erde Mensch - Kosmosutopien im 20. und 21. Jahrhundert" gehen wir aus von der Neugier auf und der Begeisterung für den Weltraum. Das schließt vergangene und aktuelle Versuche der Eroberung des Weltalls und die Suche nach außerirdischen Lebensformen ebenso ein wie die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Kosmos in Literatur und Film. Mit Texten von Guido Heldt, Annett Jubara, Matthias Schwartz, Alexander Wagner u. a.

Vereinsleben | 03.10.2021

Belarus – die aktuelle politische Lage

geschrieben von matthias.weinhold

VERANSTALTUNGSHINWEIS: Am Donnerstag, dem 7. Oktober 2021, diskutieren die Politikwissenschaftlerin Petra Stykow (München) und der Soziologe Andrej Vardomatskij (Warschau) im Franz-Mehring-Platz 1 über die aktuelle politische Situation in Belarus. 

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